ZEIT KONFERENZ Zukunftsgipfel
Mobilität und Urbanität
12. September 2011 | Frankfurt am MainSehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
wann ist die Zukunft? Sie ist schon heute – umso mehr, als sie immer mehr von draußen und in Echtzeit daherkommt. »Draußen«, das ist ein anderes Wort für Globalisierung, und »Echtzeit« steht für die digitale Revolution, die Zeit und Raum zusammengestaucht hat. Was gestern dort passiert, ist heute schon bei uns. Denken wir an Fukushima oder den Freiheitsplatz von Kairo. Früher hat es noch ein paar Jahre gedauert, bis der Funke der amerikanischen Revolution auf das Paris des Ancien Régime übersprang.
Heute heißt Zukunft »mehr, mächtiger und schneller« – im Wirtschafts- wie im Familienleben, in Bildung und Arbeit, Technik und Umwelt. Anstatt Industrie- die Informationsrevolution; anstatt Fossilenergie die Wende zum Erneuerbaren. Mit der »Hardware« ändert sich die »Software«: was wir denken, fühlen und wollen.
Wie werden, wie müssen wir essen, reisen, lernen, erziehen, konsumieren? Wie können wir dem demografischen Wandel (weniger und älter) und der internationalen Konkurrenz (Asien, Lateinamerika) begegnen? Und dabei Wohlstand und Wachstum ebenso bewahren wie Gerechtigkeit und Umwelt?
Nur eine Antwort ist klar: Die Zukunft beginnt heute. Welche Trends werden Wirklichkeit, was ist bloß Mode? Solche Fragen diskutieren Entscheider aus Wirtschaft und Politik, Experten aus Wissenschaft und Medien auf der ZEIT KONFERENZ »Zukunftsgipfel«. Es soll kenntnisreich, aber temperamentvoll zugehen, geistreich und nachdenklich.
Wir laden Sie herzlich ein, an dieser ZEIT KONFERENZ am 12. September im Rahmen der IAA in Frankfurt am Main teilzunehmen. Und bringen Sie Ihre Ideen mit, damit der Austausch so lebhaft wie lehrreich wird.
Ihr Josef Joffe
Sprecher
-
Dr. Rainer Esser
Geschäftsführer, ZEIT Verlagsgruppe -
Dieter Posch
Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. -
Parag Khanna
Autor und Politikberater New America Foundation -
Prof. Dr. Barbara Lenz
Direktorin des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin -
Dr. Norbert Reithofer
Vorstandsvorsitzender der BMW AG -
Frank Schätzing
Schriftsteller -
Giovanni di Lorenzo
Chefredakteur der ZEIT -
PD Dr. Kurt Möser
Konservator am Landesmuseum für Technik und Arbeit (jetzt Technoseum) in Mannheim -
Cem Özdemir
Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen -
Marc Brost
Leiter Hauptstadtbüro, DIE ZEIT
Das Programm
Mo., 12. September 2011- 13.30 Uhr
-
Begrüßung
- Dr. Rainer Esser Geschäftsführer, ZEIT Verlagsgruppe
- Dieter Posch Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.
- 14.30 Uhr
-
One-On-One
Am Limit? Lebenswelten der Zukunft zwischen Ökologie und Ökonomie
- Frank Schätzing Schriftsteller
- im Gespräch mit
- Giovanni di Lorenzo Chefredakteur der ZEIT
- 15.15 Uhr
- Kaffeepause
- 15.45 Uhr
-
Gesprächsrunde
Mobilitätsverhalten zwischen Individualität und Gemeinwohl
- Parag Khanna Autor und Politikberater New America Foundation
- Prof. Dr. Barbara Lenz Direktorin des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin
- PD Dr. Kurt Möser Konservator am Landesmuseum für Technik und Arbeit (jetzt Technoseum) in Mannheim
- Cem Özdemir Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen
- Dr. Norbert Reithofer Vorstandsvorsitzender der BMW AG
- Marc Brost Leiter Hauptstadtbüro, DIE ZEIT
- 17.15 Uhr
- Empfang und Abendessen
- Anschließend
- Get-Together
Die Sprecher
Dr. Rainer Esser
Esser, Jahrgang 1957, ist Geschäftsführer der ZEIT. Nach einer Banklehre studierte er Jura in München und Genf und machte daraufhin seinen Master of Law in den USA. Im Anschluss an die Referendariatszeit besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München, arbeitete mehrere Jahre als Anwalt und promovierte 1989. Seine erste Leitungsfunktion in den Medien übernahm er im selben Jahr bei der Verlagsgruppe Bertelsmann als Chefredakteur zweier juristischer Fachzeitschriften. 1992 wechselte er in die Position des Geschäftsführers des Spotlight-Verlags und war dort gleichzeitig Herausgeber mehrerer Zeitschriften. Nach vier Jahren als Geschäftsführer der »Main-Post« ging er 1999 zur ZEIT. Seit dem 1. Mai 2011 ist Rainer Esser neben seiner Position bei der ZEIT auch als Geschäftsführer für die DvH Medien GmbH tätig. (Foto/©: Vera Tammen)
Dieter Posch
Jahrgang 1944, ist Hessicher Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Er ist Jurist und war im Wechsel mit seinen politischen Ämtern auch immer wieder als Rechtsanwalt tätig. Von 1974 bis 1987 arbeitete er als Dezernent im Regierungspräsidium Kassel, zuletzt als Verkehrsdezernent. Von 1989 bis 1991 war er Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium. Von 1987 bis 1989 und von 1994 bis 1999 gehörte er der FTP-Fraktion des Hessischen Landtags an, dessen Mitglied er seit 2003 erneut ist. Von 1999 bis 2003 war Dieter Posch Hessischer Wirtschaftsminister; 2009 berief ihn Roland Koch ein weiteres Mal in dieses Amt.
Frank Schätzing
gehört zu den meistgelesenen deutschen Autoren. Seine Wissenschafts- und Politthriller führen regelmäßig die Bestellerlisten an. Seit Beginn der 90er Jahre tritt Schätzing als Schriftsteller in Erscheinung. Im Frühjar 2004 feierte er mit seinem Wissenschaftsthriller "Der Schwarm" seinen bisher größten Erfolg. Der Roman über eine unbekannte Lebensform aus der Tiefsee, die die Lebensgrundlagen der Menscheit bedroht, erreichte seit seinem Erscheinen eine Gesamtauflage von 3,8 Millionen Exemplaren und wurde in 27 Sprachen übersetzt. 2009 wurde sein Roman "Limit" veröffentlicht, wiederum ein Bestseller mit bis dato über 600.000 verkauften Exemplaren.
Giovanni di Lorenzo
Giovanni di Lorenzo ist seit 2004 alleiniger Chefredakteur der ZEIT und Herausgeber der Berliner Tageszeitung »Der Tagesspiegel«. Er wurde 1959 in Stockholm geboren, ging in Hannover zur Schule und studierte Kommunikationswissenschaft, Neuere Geschichte und Politik an der Maximilians-Universität in München. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er bei der »Neuen Presse« in Hannover; von 1987 an war er für die »Süddeutsche Zeitung« tätig – zunächst als politischer Reporter, später als Leiter des Reportage-Ressorts »Die Seite Drei«. Neben seinen journalistischen Aufgaben ist Giovanni di Lorenzo auch als Moderator tätig: Er moderierte die Jugendsendung »Live aus dem Alabama« im Bayerischen Rundfunk und ist seit 1989 als Gastgeber der Talkshow »3nach9« von Radio Bremen regelmäßig im Fernsehen präsent. (Foto/©: Werner Bartsch)
Parag Khanna
Parag Khanna, Jahrgang 1977, schloss sein Studium mit einem Mastertitel an der Georgetown University ab. Die anschließende Promotion in International Relations machte er an der London School of Economics. Daneben studierte er an der Freien Universität Berlin und erhielt Stipendien von der United Nations Foundation, der Smith Richardson Foundation und der Ford Foundation. Als Senior Fellow der New America Foundation leitete er den Round Table zum Thema »Zukunft der Weltwirtschaft«. 2009 schrieb Khanna den internationalen Bestseller »Der Kampf um die Zweite Welt: Imperien und Einfluss in der neuen Weltordnung«, der in fünfzehn Sprachen übersetzt wurde. 2011 erschien sein vielbeachtetes Buch »Wie man die Welt regiert: Eine neue Diplomatie in Zeiten der Verunsicherung«. Khanna beschreibt darin die Möglichkeit, eine stabile globale und wirtschaftspolitische Ordnung aufzubauen, die Regierungen, Unternehmen und NGO s gleichermaßen mit einbindet. Khanna war außenpolitischer Berater von Barack Obama und unterstützte ihn bei seiner Präsidentschaftskampagne. Das US-Magazin »Esquire« zählt ihn zu den 75 einflussreichsten Personen des 21. Jahrhunderts.
Prof. Dr. Barbara Lenz
ist Professorin sowohl für Verkehrsgeografie als auch für Verkehrsnachfrage und Verkehrswirkungen und seit 2007 Direktorin des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR ) in Berlin. Ihre Forschungsthemen sind Mobilitätsverhalten, Umwelt und Nachhaltigkeit, Vernetzung der Verkehrsträger sowie Wechselwirkungen von Verkehr und Wirtschaft. Barbara Lenz studierte in Stuttgart und promovierte 1994 über Wirtschaftsgeografie und Regionalentwicklung. Die Habilitation zum Thema »Globalisierung und Wertschöpfungsketten« folgte 2001. Seit 2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am DLR , 2003 übernahm sie die DLR -Sonderprofessur
für Verkehrsgeografie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
PD Dr. Kurt Möser
Jahrgang 1955, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität
Konstanz. Er war DAAD-Lektor an den Universitäten Oxford und Neu-Delhi und hatte Lehraufträge an den Universitäten Erlangen, St. Gallen und Mannheim. Seit 1987 ist er Konservator am Landesmuseum für Technik und Arbeit (jetzt Technoseum) in Mannheim für die Bereiche Straßenverkehr, Schifffahrt und Luftfahrt. Am Institut für Geschichte der Universität Karlsruhe (jetzt KIT) habilitierte er sich mit einer Arbeit zu »Fahren und Fliegen in Frieden und Krieg – Kulturen individueller Mobilitätsmaschinen 1880 bis 1930«. Er vertritt derzeit den Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte am KIT. Möser veröffentlichte 2002 eine »Geschichte des Autos« und ist Autor zahlreicher Arbeiten zur Geschichte der Mobilität, zur Kulturgeschichte der Technik, zur Museologie und zur Militärgeschichte.
Cem Özdemir
Jahrgang 1965, ist Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Als Erzieher ausgebildet, schloss er 1994 sein Studium der Sozialpädagogik ab. 1981 trat er der Partei Die Grünen bei. 1994 wurde Özdemir als erster Abgeordneter türkischer Herkunft in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er zwei Legislaturperioden lang bis 2002 angehörte. Zwischen 1998 und 2002 war er innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Von 2004 bis 2009 war er Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Für seinen gesellschaftlichen Beitrag ist er vom World Economic Forum im Jahr 2002 zum »Global Leader for Tomorrow« ernannt worden. 1996 erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille und den Civis-Medienpreis für seine Integrationspolitik und seinen Einsatz für ein vorurteilsfreies Zusammenleben von Deutschen und Migranten. 2009 verlieh ihm die türkische Universität Tunceli die Ehrendoktorwürde.
Dr. Norbert Reithofer
ist Vorstandsvorsitzender der BMW AG. Nach seinem Fachabitur 1974 studierte er zunächst Maschinenbau an der FH München; daran schloss sich ein Studium der Fertigungstechnik und der Betriebswissenschaften an der TU München an. Nach dreijähriger Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent bei Joachim Milberg an der TU München trat er 1987 in die BMW AG ein. Von 1994 bis 1997 war er Technischer Direktor von BMW Südafrika; danach übernahm er die Position des Präsidenten der BMW Manufacturing Corporation in South Carolina, USA. 2000 wechselte er in den Vorstand der BMW AG, wo er bis zur Übernahme des Vorstandsvorsitzes 2006 für die Produktion verantwortlich war.
Marc Brost
Brost, Jahrgang 1971, ist seit 2010 Leiter des Hauptstadtbüros der ZEIT . Davor war er wirtschaftspolitischer Korrespondent der ZEIT in Berlin. Er studierte von 1991 bis 1997 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Darauf folgte ein zweijähriges Volontariat in der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Seit 1999 ist er Redakteur bei der ZEIT, von 2002 bis 2007 war er stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft. Für seine journalistische Arbeit wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg von Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik (2001), dem Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik (2003) und dem Theodor-Wolff-Preis (2006). (Foto: Manu Agah)
Pressekontakt
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den ZEIT Verlag, Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen.
Christiane SchmidtLeitung ZEIT KONFERENZEN
Telefon: +49-40-3280-237
E-Mail: zeit-konferenzen@zeit.de
Der Veranstaltungsort
Messe Frankfurt am Main, BMW-Messestand, Halle 11
Anreise
ANREISE MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Der Frankfurter Hauptbahnhof liegt nur wenige Minuten vom Messegelände entfernt. Da die Veranstaltung am Vorabend der IAA stattfindet, ist es jedoch nicht möglich, von den Messehaltestellen Festhalle/Messe durch den Eingang City über das Messe gelände zur Halle 11 zu kommen. Der Zugang ist nur über das Portalhaus (Tor West) möglich, das von der Festhalle aus gesehen auf der rückwärtigen Seite des Messegeländes liegt.
Es empfiehlt sich, vom Bahnhof aus ein taxi zu nutzen (Straße der Nationen, Tor West, Torhaus). Alternativ ist die Anreise mit der Straßenbahn 16 bis zur Haltestelle Ludwig-Erhard-Anlage und dem Bus 50 zum Messeparkhaus Rebstock möglich (Fahrzeit ca. 25 Minuten). Von der für die Veranstaltung reservierten Parkebene im Messeparkhaus verkehrt ein Shuttle-Service zum Portalhaus.
ANREISE MIT DEM PKW
Der direkte weg zur Messe Frankfurt führt über die A 5, Westkreuz Frankfurt. Folgen Sie den Hinweisschildern »Messe Frankfurt« oder »Messe«. nehmen Sie die Autobahnabfahrt »Westkreuz Frankfurt«. die Schilder führen Sie direkt zum Messegelände. das Messeparkhaus Rebstock bietet ausreichende Parkmöglichkeiten. Von dort aus bringt Sie ein Shuttle-Service zum Messegelände.








