ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung
In Zusammenarbeit mit MLP
18. Juni 2012 | Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
kaum ein Programm hat in der deutschen Universitätslandschaft in den letzten Jahren so viel Furore gemacht wie die Exzellenzinitiative. Im Zentrum steht die Stärkung der universitären Spitzenforschung. Ziel sind „Leuchttürme der Wissenschaft“, die auch über Deutschland hinausstrahlen.
Dieses Jahr geht der Wettbewerb in die zweite Runde; eine finanzielle Aufstockung von 1,9 Milliarden Euro auf mehr als 2,7 Milliarden ist beschlossen. Am 15. Juni 2012 fallen die Entscheidungen, welche Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte fünf Jahre lang gefördert werden. Während an den „Eliteuniversitäten“ die Korken knallen, gibt es anderswo lange Gesichter: Weshalb war das eine Konzept preiswürdig, das andere nicht? Liegt es an der Qualität der Anträge oder der Reputation der Antragssteller? Wie sieht die Zukunft der Hoffnungsträger aus? Und wie umgehen mit Misserfolg?
„Elite-Unis“ haben Anziehungskraft. Doch sind „normale“ Hochschulen wirklich schlechter? Lenkt das Gerede von der Exzellenz nicht von den eigentlichen Problemen ab: von überfüllten Hörsälen, schlecht ausgestatteten Bibliotheken, maroden Gebäuden? Wie fühlt sich Exzellenz eigentlich an – für Präsidenten, Rektoren und Studenten? Was bleibt, und wie lassen sich Erkenntnisfortschritte messen?
Diese Fragen wollen wir mit Experten, Verantwortlichen und natürlich mit Ihnen, liebe Gäste, im Rahmen der ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung diskutieren. Es soll kenntnisreich und temperamentvoll zugehen, geistreich und nachdenklich.
Wir laden Sie herzlich ein, an dieser ZEIT KONFERENZ am 18. Juni in Berlin teilzunehmen. Und bringen Sie Ihre Ideen mit, damit der Austausch so lebhaft wie lehrreich wird.
Ihr
Dr. Josef Joffe
Bilder und Berichte zur ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung finden Sie hier:
Sprecher
-
Prof. Dr. Peter-André Alt
Präsident, Freie Universität Berlin -
Theresia Bauer
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, MdL -
Prof. Dr. Wolfgang Herrmann
Präsident, Technische Universität München -
Armin Himmelrath
Journalist -
Simon Kerbusk
Chefredakteur, ZEIT CAMPUS -
Prof. Dr. Georg Krausch
Präsident, Johannes Gutenberg-Universität Mainz -
Prof. Dr. Wolfgang Marquardt
Vorsitzender des Wissenschaftsrates -
Prof. Dr. Jürgen Mlynek
Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft -
Prof. Dr. Annette Schavan
Bundesministerin für Bildung und Forschung, MdB -
Prof. Dr. Sascha Spoun
Präsident, Leuphana Universität Lüneburg -
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel
Präsidentin, Georg-August-Universität Göttingen -
Kolja Briedis
Projektleiter, HIS – Institut für Hochschulforschung -
PD Dr. Christoph Igel
Managing Director, CeLTech – Centre for e-Learning Technology am Dt. Forschungszentrum f. Künstliche Intelligenz -
Dr. Josef Joffe
Herausgeber, DIE ZEIT -
Caterina Lobenstein
Redakteurin, ZEIT CAMPUS -
Dr. h. c. Manfred Lautenschläger
Gründer der MLP AG und Ehrensenator der Universität Heidelberg -
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Präsident, Humboldt-Universität zu Berlin -
Prof. Dr. Ulrich Rüdiger
Rektor, Universität Konstanz -
Dr. Hariolf Wenzler
Geschäftsführer, Bucerius Law School -
Jan-Martin Wiarda
Leiter des Bereichs Kommunikation und Medien, Helmholtz-Gemeinschaft
Das Programm
Montag, 18. Juni 2012- 11.00 Uhr
-
Eröffnung der Konferenz
- Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz Präsident, Humboldt-Universität zu Berlin
- Dr. Josef Joffe Herausgeber, DIE ZEIT
- Dr. h. c. Manfred Lautenschläger Gründer der MLP AG und Ehrensenator der Universität Heidelberg
- 11.30 Uhr
-
Keynote
- Prof. Dr. Annette Schavan Bundesministerin für Bildung und Forschung, MdB
-
Plenum I
Auslaufmodell Exzellenzuniversität? Was kommt nach 2017?
- Prof. Dr. Peter-André Alt Präsident, Freie Universität Berlin
- Prof. Dr. Ulrike Beisiegel Präsidentin, Georg-August-Universität Göttingen
- Prof. Dr. Wolfgang Marquardt Vorsitzender des Wissenschaftsrates
- Prof. Dr. Ulrich Rüdiger Rektor, Universität Konstanz
- Jan-Martin Wiarda Leiter des Bereichs Kommunikation und Medien, Helmholtz-Gemeinschaft
- 13.00 Uhr
- Mittagspause
- 14.15 Uhr
-
Streitgespräch
Brauchen deutsche Universitäten ein Liberal Arts College?
- Prof. Dr. Sascha Spoun Präsident, Leuphana Universität Lüneburg
- Dr. Hariolf Wenzler Geschäftsführer, Bucerius Law School
- Dr. Josef Joffe Herausgeber, DIE ZEIT
- 15.15. Uhr
- Kaffeepause
- 15.45 Uhr
- Studierende diskutieren mit Experten (Zwei Veranstaltungen parallel)
-
Workshop I
Reizwort Employability – wie viel Freiheit bleibt im Bachelor? Über das richtige Verhältnis von Bildung und Ausbildung an der Hochschule
- Kolja Briedis Projektleiter, HIS – Institut für Hochschulforschung
- Simon Kerbusk Chefredakteur, ZEIT CAMPUS
-
Workshop II
Lernen ohne Hörsaal: Wie verändert das E-learning die Universitäten?
- PD Dr. Christoph Igel Managing Director, CeLTech – Centre for e-Learning Technology am Dt. Forschungszentrum f. Künstliche Intelligenz
- N.N.
- Caterina Lobenstein Redakteurin, ZEIT CAMPUS
- 16.45 Uhr
- Kaffeepause
- 17.00 Uhr
-
Plenum II
Nach der Entscheidung: Gekürt zur Exzellenz oder exzellent?
- Theresia Bauer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, MdL
- Prof. Dr. Wolfgang Herrmann Präsident, Technische Universität München
- Prof. Dr. Georg Krausch Präsident, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
- Prof. Dr. Jürgen Mlynek Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
- Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz Präsident, Humboldt-Universität zu Berlin
- Armin Himmelrath Journalist
- 18.30 Uhr
- Abendempfang
Die Sprecher
Prof. Dr. Peter-André Alt
Alt, geboren 1960, studierte Germanistik, Politische Wissenschaft, Geschichte und Philosophie. Er promovierte 1984, die Habilitation erfolgte 1993. Seit 1995 ist Alt ordentlicher Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Er lehrte zunächst an der Ruhr-Universität Bochum, danach an der Universität Würzburg und lehrt seit 2005 an der Freien Universität Berlin. Alt publizierte zahlreiche Bücher zur deutschsprachigen Literatur des 17., 18. und 20. Jahrhunderts. Er war Dekan des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften, Mitglied des Akademischen Senats und Sprecher der für die Freie Universität im Exzellenzwettbewerb eingeworbenen Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies. Seit 2008 ist Alt Direktor der Dahlem Research School, seit 2010 zudem Präsident der Freien Universität Berlin. (Foto/©: Freie Universität Berlin/Bernd Wannenmacher)
Theresia Bauer
Bauer, geboren 1965 in Zweibrücken, ist seit dem 12. Mai 2011 Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Von 1985 bis 1993 studierte sie Politikwissenschaften, Volkswirtschaft und Germanistik in Heidelberg und Mannheim. Während ihres Studiums war sie hochschulpolitisch als studentische Vertreterin im Großen und Kleinen Senat und im Verwaltungsrat der Universität aktiv. Zwischen 1993 und 1995 war Bauer Referentin für politische Bildung in der Gesellschaft für politische Ökologie, anschließend Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg. Seit 2001 gehört sie dem Landtag von Baden-Württemberg an. Dort war sie Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hochschulpolitische Sprecherin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und parlamentarische Geschäftsführerin. Theresia Bauer ist verheiratet und hat zwei Söhne.
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel
Beisiegel, geboren 1952 in Mülheim an der Ruhr, studierte Biologie und Humanbiologie an den Universitäten Münster und Marburg, wo sie 1979 im Fach Biochemie promovierte. Von 1984 an war Beisiegel Wissenschaftlerin am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, wo sie 1990 habilitierte und 1996 zur Professorin auf Lebenszeit ernannt wurde. Von 2001 bis 2005 war Beisiegel Prodekanin Forschung am Fachbereich Medizin in Hamburg und von 2001 bis 2010 Direktorin des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie am Hamburger Universitätskrankenhaus. Als Wissenschaftspolitikerin bekannt wurde sie unter anderem durch ihre Tätigkeiten als Sprecherin des Ombudsmanns der DFG (2005 – 2010), Mitglied des Wissenschaftsrates (2006 – 2012) sowie als Senatorin der Leibniz-Gemeinschaft (seit 2009) und Senatorin der Max Planck Gesellschaft (seit 2011). Seit Anfang 2011 ist Beisiegel Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen.
Kolja Briedis
Briedis, geboren 1975 in Lübeck, studierte von 1995 bis 2001 Erziehungswissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Von April 2001 bis März 2002 war er Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des Fachbereichs Erziehungswissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität. Seit April 2002 arbeitet Briedis bei der HIS Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover, zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Absolventenstudien und lebenslanges Lernen. Seit April 2005 ist er dort Projektleiter für Absolventenstudien. Seit Februar 2008 ist Briedis zudem Projektleiter für das Projekt WiNbus, ein Online-Panel für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Forschung zum Verhältnis von Hochschulbildung und Arbeitsmarkt, zum Kompetenzerwerb im Studium und zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Prof. Dr. Wolfgang Herrmann
Herrmann, Jahrgang 1948, studierte Chemie an der Technischen Universität München. Nach seiner Dissertation und Habilitation an der Universität Regensburg war er dort zunächst als Extraordinarius tätig, bevor er 1982 auf den Lehrstuhl für Anorganische Chemie nach Frankfurt am Main berufen wurde. 1985 übernahm Herrmann als Nachfolger von Prof. Dr. Ernst Otto Fischer den gleichnamigen Lehrstuhl an der TU München. Seit 1995 ist er Präsident der TU München. Neben zahlreichen Preisen für seine wissenschaftlichen Leistungen, z. B. dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wurde Herrmann vielfach für sein Engagement als Universitätspräsident ausgezeichnet. Unter anderem ehrten ihn die »Financial Times Deutschland« als Hochschulmanager des Jahres 2009 und der Deutsche Hochschulverband als Präsident des Jahres 2012.
Armin Himmelrath
Himmelrath, Jahrgang 1967, studierte Sozialwissenschaft und Germanistik auf Lehramt in Wuppertal und Beer Sheva (Israel). Heute arbeitet er als Journalist und Publizist mit dem Themenschwerpunkt Bildungs- und Wissenschaftspolitik für verschiedene Hörfunk-, Print- und Onlineredaktionen. Daneben ist Himmelrath seit 1994 als Dozent für journalistische Praxis, freien Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit für verschiedene Bildungsträger tätig. Zudem ist er seit Mai 2004 Lehrbeauftragter für journalistisches Schreiben (Print, Online, Hörfunk) an der Freien Universität Berlin. Seit 1998 ist Himmelrath außerdem als Moderator im Hörfunk und für Veranstaltungen tätig. Neben zahlreichen Artikeln und Hörfunkbeiträgen hat er mehrere Bücher zu bildungspolitischen Themen veröffentlicht, unter anderem „Abschied vom Gymnasium? Zur Zukunft unseres Schulsystems“ (2005) sowie „Handbuch für Unihasser“ (2009).
PD Dr. Christoph Igel
Igel wurde nach Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Sportwissenschaft und Pädagogik an der Universität des Saarlandes im Jahr 2001 zu kognitiven Aspekten des technologiebasierten motorischen Lernens promoviert. Die Habilitation erfolgte 2007 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 2004 bis 2009 engagierte er sich für den Aufbau der Virtuellen Saar Universität und des eCampus Saar, des Virtuellen Hochschulverbundes des Saarlandes. 2009 wurde Igel mit dem »Chief Learning Officer«-Award in Deutschland ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Managing Director des Centre for e-Learning Technology (CeLTech), einem Forschungs- und Entwicklungsinstitut des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.
Dr. Josef Joffe
ist seit 2000 Herausgeber der ZEIT und war von 2001 bis 2004 auch ihr Chefredakteur. Seine Laufbahn begann er 1976 ebenfalls bei der ZEIT als politischer Redakteur. Neben seiner journalistischen Karriere – unter anderem war er von 1985 bis 2000 Ressortchef bei der "Süddeutschen Zeitung" – machte er auch eine akademische. In den USA unterrichtete er in in Harvard, Princeton und Stanford, in Europa lehrte er an der Universität München und am Salzburg Seminar. Darüber hinaus engagiert sich Josef Joffe in zahlreichen Kuratorien und Gremien, so beim Deutschen Museum München, beim Aspen Institute Berlin und bei der Jacobs University Bremen. (Foto/©: Vera Tammen)
Simon Kerbusk
Kerbusk, Jahrgang 1986, ist Chefredakteur von ZEIT CAMPUS. Er studierte Biomedizin an der Universität Marburg und »Biomedicine and Society« an der London School of Economics. Bis 2011 arbeitete er als freier Journalist, unter anderem für die »Frankfurter Rundschau«, das »Hamburger Abendblatt« und die ZEIT, mit einem Schwerpunkt auf Wissenschafts- und Bildungsthemen. 2010 wurde er vom »medium magazin« in das Ranking der Top-30-Journalisten unter 30 Jahren gewählt. Seit 2011 ist er bei der ZEIT. (Foto/©: Vera Tammen)
Prof. Dr. Georg Krausch
Krausch, geboren 1961 in Offenbach, studierte von 1982 bis 1988 Physik an der Universität Konstanz. Seine Promotion (1992) sowie seine Habilitation (1995), beides in experimenteller Physik, legte er ebenfalls in Konstanz ab. 1996 wurde Krausch Professor für Physikalische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1998 wechselte er an die Universität Bayreuth, deren Vizepräsident für den Bereich Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs er von 2003 bis 2007 war. Krausch publizierte über 170 wissenschaftliche Arbeiten und ist Mitglied in mehreren Fachverbänden wie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. 2009 wurde er von der American Physical Society in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen als Fellow aufgenommen. Seit 2007 ist Krausch Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. (Foto/©: Thomas Hartmann/JGU)
Caterina Lobenstein
Lobenstein, Jahrgang 1983, ist Redakteurin von ZEIT CAMPUS und schreibt für das Bildungsressort der ZEIT. Sie hat in Marburg, Bologna und Riga Musik- und Politikwissenschaft studiert. Während des Studiums arbeitete sie für den Hessischen Rundfunk. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Hamburg und besuchte dort die Henri-Nannen-Schule.
Dr. h. c. Manfred Lautenschläger
Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, Jahrgang 1938, studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg, Freiburg und Hamburg. 1971 gründete er gemeinsam mit Eike Marschollek den unabhängigen Finanz- und Vermögensberater MLP. Nachdem das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, hatte Manfred Lautenschläger von 1984 bis 1999 den Vorstandsvorsitz inne. Von 1999 bis 2008 war er als Aufsichtsratsvorsitzender der MLP AG tätig, seit 2008 ist er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wurde Manfred Lautenschläger 1998 die Ehrensenatorwürde und 2008 die Ehrendoktorwürde verliehen. Seit 2000 gehört er dem Rat der Universität an. 2002 erfolgte die Gründung der Manfred Lautenschläger Stiftung gGmbH, die zahlreiche gemeinnützige Projekte unterstützt. Manfred Lautenschläger wurde 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Prof. Dr. Wolfgang Marquardt
Marquardt, 1956 in Böblingen geboren, absolvierte von 1976 bis 1982 ein Studium der Verfahrenstechnik an der Universität Stuttgart. Anschließend arbeitete er bis 1992 zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Assistent am dortigen Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik. Seit 1993 ist Marquardt Professor für Prozesstechnik in der Verfahrenstechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Zu den Forschungsgebieten von Marquardt zählen unter anderem modellgestützte, systemwissenschaftliche Methoden für Entwicklung und Betrieb von industriellen Stoffwandlungsprozessen sowie Konzepte zur effizienten Nutzung (erneuerbarer) Energien. 2001 wurde der Ingenieurwissenschaftler für seine Forschungen mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Seit 2010 gehört Marquardt dem Wissenschaftsrat als Mitglied an, seit 2011 ist er dessen Vorsitzender.
Prof. Dr. Jürgen Mlynek
Mlynek, Jahrgang 1951, habilitierte sich 1984 nach Forschungsaufenthalten in den USA und Frankreich an der Universität Hannover in Physik. Es folgten Professuren an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und an der Universität Konstanz. Sein Forschungsgebiet umfasst experimentelle Quantenoptik, Atomphysik und Oberflächenphysik. Zu diesen Themen veröffentlichte er rund 240 Beiträge in Fachzeitschriften. Von 1996 bis 2001 war Mlynek Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, von 2000 bis 2005 Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2005 ist er Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Mlynek wurde mit zahlreichen wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 1985 mit dem Heisenberg-Stipendium und 1992 mit dem Leibniz-Preis. 2010 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. (Foto: © Dawin Meckel)
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Olbertz, Jahrgang 1954, ist Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1974 bis 1978 absolvierte er ein Lehramtsstudium in Greifswald und Halle. Er wurde 1981 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg promoviert, wo er sich 1989 auch habilitierte. Im Anschluss trat er eine Gastprofessur in Bielefeld an, bevor er 1992 in Halle auf eine Professur für Erziehungswissenschaft (C4) berufen wurde. Von 2002 bis 2010 war er Kultusminister in Sachsen-Anhalt. Danach wurde er zum Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin gewählt. Dieses Amt hat er seit Oktober 2010 inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der allgemeinen und historischen Bildungsforschung (Schwerpunkt Hochschule), der Hochschulpädagogik, Erwachsenenbildung und kulturellen Bildung. (Foto/©: Matthias Heyde)
Prof. Dr. Ulrich Rüdiger
Rüdiger, Jahrgang 1966, studierte von 1988 bis 1994 Physik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH ) Aachen. Seine Promotion (1997) sowie seine Habilitation (2002) legte er ebenfalls dort ab. Seit Dezember 2002 ist Rüdiger Professor für Experimentalphysik, insbesondere für Magnetische Materialien sowie Magneto- und Spinelektronik, an der Universität Konstanz. Rüdiger hat in international ausgewiesenen Teams, zum Beispiel im Rahmen von Auslandsaufenthalten an der New York University, der Cornell University sowie am IBM Research Laboratory in San José, gearbeitet und rund 140 Publikationen im Bereich der Experimentalphysik verfasst. Seit Oktober 2009 ist Rüdiger Rektor der Universität Konstanz und begleitet in dieser sowie in zahlreichen weiteren Funktionen Prozesse des Wissenschaftsmanagements.
Prof. Dr. Annette Schavan
Schavan ist seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung und Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war sie zehn Jahre Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Seit 1998 ist sie stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschlands. Sie hat Katholische Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaften studiert. 2008 wurde sie zur Honorarprofessorin für Katholische Theologie an der Freien Universität Berlin ernannt.
Prof. Dr. Sascha Spoun
Spoun ist Präsident der Leuphana Universität Lüneburg und Gastprofessor für Universitätsmanagement an der Universität St. Gallen (HSG). Er studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften unter anderem in Ann Arbor, Paris und St. Gallen. Nach seiner Promotion wurde er in St. Gallen zum Nachwuchsdozenten gewählt und leitete von 1999 bis 2006 das Reformprojekt „Neukonzeption der Lehre". Außerdem lehrte er von 2004 bis 2010 an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Seine Forschungsarbeiten widmen sich dem Public Management und der Hochschulentwicklung. Seine Arbeit an der Leuphana Universität Lüneburg prägt eine grundlegende Neuausrichtung unter der Leitidee einer Universität für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Zu diesem Zweck wurde ein neues Universitätsmodell mit College, Graduate und Professional School eingeführt. Die Profilbildung erfolgt durch vier transdisziplinäre Wissenschaftsinitiativen (Fakultäten) in den Bereichen Kultur-, Nachhaltigkeits- und Bildungsforschung sowie in Management & unternehmerischem Handeln.
Dr. Hariolf Wenzler
Wenzler wurde 1967 in Stuttgart geboren. Er beendete seine Studien mit einem Doppelabschluss Diplom (Volkswirtschaftslehre) und M.A. (Politikwissenschaften). Nach einem Postgraduate-Praktikum bei Roland Berger und Partner GmbH in München im Bereich Unternehmensführung und Unternehmensorganisation sowie einem Forschungsaufenthalt in der Generaldirektion XX, Finanzkontrolle, bei der EU-Kommission in Brüssel wurde Wenzler 1996 von der Universität Freiburg promoviert. Anschließend arbeitete er als Referent und später als Leiter des Geschäftsbereichs Service bei der Handelskammer Hamburg und war für den Aufbau der HK24 und das Marketing der Handelskammer verantwortlich. Im Jahr 2004 wurde er zum Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH ernannt. Seit 2006 leitet Wenzler die Bucerius Law School.
Jan-Martin Wiarda
Wiarda, Jahrgang 1976, ist Leiter des Bereichs Kommunikation und Medien bei der Helmholtz-Gemeinschaft. Vorher war er Stellvertretender Ressortleiter Chancen bei der ZEIT. Er studierte zunächst Politologie, Volkswirtschaft und Soziologie in München und besuchte die dortige Deutsche Journalistenschule. Anschließend setzte er sein Journalismusstudium an der University of North Carolina at Chapel Hill, USA, fort. Für seine Arbeiten erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Goethe-Preis für Hochschuljournalismus 2009. Neben seiner Tätigkeit für die Helmholtz-Gemeinschaft ist Jan-Martin Wiarda weiter publizistisch tätig und übernimmt regelmäßig die Moderation von Podiumsdiskussionen und Kongressen. (Foto/©: Nicole Sturz)
MLP
MLP ist das führende unabhängige Beratungshaus in Deutschland. Unterstützt durch ein umfangreiches Research berät die Gruppe Privat- und Firmenkunden sowie institutionelle Investoren ganzheitlich in sämtlichen wirtschaftlichen und finanziellen Fragestellungen. Kernpunkt des Beratungsansatzes ist die Unabhängigkeit von Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften. Insgesamt verwaltet die MLP-Gruppe ein Vermögen von mehr als 20,5 Mrd. Euro und betreut mehr als 799.500 Privat- und 5.000 Firmenkunden bzw. Arbeitgeber. Der Finanz- und Vermögensberater wurde im Jahr 1971 gegründet und besitzt eine Vollbanklizenz.
MLP engagiert sich auch seit vielen Jahren in der Hochschul- und Studierendenförderung. Dazu zählen Partnerschaften mit Hochschulen, Fakultäten und Organisationen. Die Zusammenarbeit zielt zudem auf weiteren Ausbau von Angeboten in der Karriereberatung. MLP unterstützt zum Beispiel die größte internationale Studierendenorganisation AIESEC oder kooperiert im Bereich hochschulpolitischer Organisationen unter anderem mit dem Deutschen Hochschulverband.
Die seit 2005 angebotenen hochschulpolitischen Tagungen und Konferenzen, zum Beispiel in Kooperation mit der ZEIT, bieten Teilnehmern hochwertige Vorträge und Podien sowie eine Plattform zum fachlichen Austausch und zur persönlichen Begegnung.
MLP bietet darüber hinaus seit Längerem Studierenden und Absolventen die Initiative „Join the best“ zur Förderung der Auslandsmobilität sowie das Stipendienprogramm für Mediziner „Medical Excellence“. Zudem gibt es seit 2011 mit „MINT Excellence“ ein neues Stipendienprogramm für Studierende der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Sowohl „MINT Excellence“ als auch „Medical Excellence“ bietet MLP im Auftrag der Manfred Lautenschläger-Stiftung an.
Pressekontakt
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Telefon: +49-40-3280-237
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Der Veranstaltungsort
Humboldt-Universität zu Berlin
Anreise
Anreise mit dem Pkw
Orientieren Sie sich in Richtung Berlin-Mitte. Die Humboldt-Universität befindet sich an der Straße Unter den Linden. Direkt an der Straße Unter den Linden darf nicht geparkt werden. In der näheren Umgebung befinden sich aber verschiedene kostenpflichtige Parkmöglichkeiten, etwa in der Dorotheenstraße und in verschiedenen Tiefgaragen.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie die Humboldt-Universität binnen 15 Minuten vom Hauptbahnhof und in 35 Minuten vom Flughafen Tegel. Vom Hauptbahnhof sowie vom Flughafen Tegel fahren Sie mit dem Express-Bus TXL bis zur Haltestelle Staatsoper. Von der Haltestelle sind es etwa 100 Meter bis zur Humboldt-Universität. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die U-Bahn-Stationen Französische Straße und Friedrichstraße.
Unterkunft
In der näheren Umgebung finden Sie verschiedene Hotels. Eine Unterkunft Ihrer Wahl können Sie zum Beispiel über http://www.hrs.de/ buchen.








